
Was haben Aprikosenmarmelade, ein Schuss Essig und ein Rezept gemeinsam,das angeblich früher am Telefon weitergegeben wurde? Sie gehören zur Geschichte des Malva Puddings, eines der beliebtesten Desserts Südafrikas.
Sein genauer Ursprung bleibt bis heute ein kleines kulinarisches Rätsel. Vermutlich hat der Malva Pudding kap-holländische Wurzeln und wurde lange in südafrikanischen Familien zubereitet, bevor er seinen Weg in Kochbücher und Restaurants fand.
Eine besonders schöne Geschichte erzählt von den Frauen in den ländlichen Regionen des Kaps, die sich das Rezept gegenseitig am Telefon vorlasen. Daher soll das Dessert früher auch „Telefoonpoeding“ – Telefonpudding – genannt worden sein. 1978 stand es bereits auf der Speisekarte des bekannten Weinguts Boschendal.
Auch der Name „Malva“ gibt Rätsel auf. Vielleicht leitet er sich vom Afrikaans-Wort malvalekker für Marshmallow ab – passend zur weichen, luftigen Konsistenz. Andere vermuten einen Zusammenhang mit duftenden Geranien oder dem süßen Malvasia-Wein. Sicher ist nur: Die wahre Geschichte wurde nie ganz geklärt.
Heute gehört Malva Pudding für viele Südafrikaner zu Familienessen, Feiertagen und gemütlichen Abenden. Warm, karamellig und mit einer cremigen Soße durchtränkt, ist er kein leichtes Dessert – aber eines, das man nicht so schnell vergisst.
Unser Malva-Pudding-Rezept
Zutaten
Für die Soße
Zubereitung
Die Soße
Sahne, Butter, Zucker und heißes Wasser in einen Topf geben. Unter regelmäßigem Rühren erwärmen, bis die Butter geschmolzen und der Zucker vollständig aufgelöst ist. Den heißen Pudding direkt nach dem Backen großzügig mit einer Gabel einstechen. Die warme Soße langsam darübergeben, damit sie tief in den Pudding einziehen kann. Anschließend noch einmal etwa fünf Minuten ohne Abdeckung im Ofen backen.
Warm mit Vanillesoße, Vanilleeis – oder, ganz südafrikanisch großzügig, mitbeidem servieren.
Ein kleiner Geschmack Südafrikas
Malva Pudding ist mehr als ein Dessert. Er erzählt von Rezepten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, von gemeinsamen Mahlzeiten und von südafrikanischer Gastfreundschaft.
Und manchmal beginnt eine Reise nach Südafrika bereits in der eigenen Küche.
Guten Appetit – oder wie wir in Südafrika sagen: Smaaklike ete!

